Nebenkosten beim Immobilienkauf

Die eigenen 4 Wände haben ihren Preis und dieser wird Ihnen vom Verkäufer benannt. Schön wäre es, wenn es bei den Haus- oder Wohnungskosten bliebe, doch wenn Sie eine Immobilie erwerben, ist es nicht damit getan, nur den Kaufpreis zu bezahlen. Bei der gesamten Kaufabwicklung fällt eine Reihe weiterer Nebenkosten an, die sich in der Regel auf 10-15% des Kaufpreises belaufen. Nachfolgend verraten wir Ihnen, welche Nebenkosten Sie bereits im Vorfeld in die Finanzierungsplanung einkalkulieren sollten.  

Notar:

Grundstücks- und Immobilienkaufverträge erfordern grundsätzlich die Begleitung eines Notars. Die Notarkosten belaufen sich in der Regel auf ca. 1,5% bis 2% des Kaufpreises. Wird der Notar im Zusammenhang mit dem Immobilienkauf mit weiteren Leistungen beauftragt, erhöht sich dieser Betrag entsprechend, denn je mehr einzelne Vorgänge durch den Notar für den Eigentumsübergang abgewickelt werden müssen, desto höher fallen die Notargebühren aus.  

Grundbucheintragung:

Die Eintragung ins Grundbuch wird ebenfalls vom Notar veranlasst. Ein Grundbucheintrag zieht unterschiedliche Kosten nach sich, ob für die Eintragung an sich, die Löschungen oder Abtretungen. Die Gebühren für die Eintragung ins Grundbuch belaufen sich auf ca. 0,5% und 1,0% des beurkundeten Kaufpreises.

Grunderwerbssteuer:

Auch das Finanzamt verursacht Nebenkosten beim Immobilienkauf. Bei jedem Kauf einer Immobilie bzw. eines Grundstücks wird Grunderwerbsteuer erhoben. Der Grunderwerbsteuersatz kann von jedem Bundesland festgelegt werden. In Berlin liegt sie derzeit bei 6% des beurkundeten Kaufpreises, in Brandenburg bei 6,5%.  

Makler:

Hat Ihnen ein Makler ein Grundstück, Haus oder eine Wohnung vermittelt, fällt hierfür eine Maklergebühr an. In Berlin und Brandenburg, sowie in einigen anderen Bundesländern, werden die Maklergebühren üblicherweise komplett vom Käufer getragen und liegen bei 7,14% des Kaufpreises inkl. MwSt.  

Nebenkosten der Finanzierung:

Nehmen Sie für Ihren Immobilienkauf ein Darlehen auf, können neben Zinsen und Tilgungsraten zusätzliche Kosten anfallen. So werden die Bereitstellungszinsen nicht in den Effektivzins einberechnet. Bereitsstellungszinsen verlangen die kreditgebenden Banken, wenn das Darlehen nicht innerhalb einer bestimmten Frist abgerufen wird. Ab wann die sie berechnet werden, ist ebenso wie deren Höhe, in der Regel mit der Bank verhandelbar. Die Bereitsstellungszinsen können bis zu 0,25% der Darlehensumme je Monat betragen.

Haben Sie Fragen? Gern beraten wir Sie ausführlich rund um das Thema Immobilienkauf. Das Team von 1% Immobilien steht Ihnen bei einem persönlichen Termin oder unter: 01736160215 bzw. kontakt@ein-prozent-immobilien.de mit Rat und Tat zur Seite.